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Zollstock-Gespräche:Die KI muss sich nach den Menschen richten, nicht umgekehrt. Die KI-Enzyklika von Papst Leo

Papst Leo hat seine erste Enzyklika dem Thema „Künstliche Intelligenz“ gewidmet. Er äußert Sorge über eine allmähliche Entmenschlichung aller Lebensverhältnisse. Er befürchtet, dass in einer von KI dominierten Welt nur noch Leistung und Perfektion zählen, während die Verlierer auf der Strecke bleiben. Zudem könnte sich das Recht des Stärkeren noch besser durchsetzen. Armin Grunwald, Professor für Philosophie und Technik der Ethik am Karlsruher Institut für Technologie stellt wichtige Aspekte der Enzyklika vor und möchte darüber ins Gespräch kommen.
Datum:
19. Nov. 2026

Papst Leo hat seine erste Enzyklika dem Thema »Künstliche Intelligenz« gewidmet. Er äußert Sorge über eine allmähliche Entmenschlichung aller Lebensverhältnisse. Er befürchtet, dass in einer von KI dominierten Welt nur noch Leistung und Perfektion zählen, während die Verlierer auf der Strecke bleiben. Zudem könnte sich das Recht des Stärkeren noch besser durchsetzen.
Leo verfolgt hierzu eine klare Linie. Auf eine geradezu liebenswürdig sture Weise hält er an einem positiven und liebevollen Blick auf die Menschen fest. Immer wieder wird seine hohe Wertschätzung von Menschenwürde, Mitmenschlichkeit undSolidarität deutlich. Damit bildet er ein christlich begründetes Gegenbild zu den von autoritären Unternehmern aus dem Silicon Valley wie Elon Musk und Peter Thiel verbreiteten Utopien.
Nebenbei erfährt man in der Enzyklika auch viel darüber, wie sich Leo die Rolle der Kirche und des Christentums in der modernen
Welt vorstellt.