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Kirche:Treffen der Aktionsgruppe „Zukunft der Kirche“

Das Treffen der Aktionsgruppe fand am 24. November 2022 im Pfarrsaal von St. Mariä Empfängnis statt. Ein Protokoll des Treffens sowie Informationen zu weiteren Aktionen folgen demnächst.
Raus aus der Einbahnstraße
Datum:
24. Nov. 2022
Von:
E. Kalb / A. Gehrmann

Stimmungsbarometer auf dem Gemeindefest

Plan

 Beim Treffen im Oktober ging es um die Auswertung der Aktion beim ökumenischen Gemeindefest im August, bei dem in der Aktion „Stimmungsbarometer“ Wortmeldungen, Ideen, Gedanken und Vorschläge gesammelt worden waren. Der Fokus der Menschen liegt einerseits auf Kirche als Ort des Austausches zu Lebensfragen/gelebtes Evangelium, andererseits auf Kirche als Ort für Familien, Feiern und Kunst im Stadtteil. 

Um hier zeitnah zu reagieren und schon in der Advents- und Weihnachtszeit etwas tun zu können und entsprechende Angebote zu machen, richtete sich der Blick schnell auf die große und durchaus spektakuläre Krippe in St. Matthias, die in der kommenden Weihnachtszeit als Anlass und Hintergrund für Veranstaltungen der Gemeinde dienen soll. Die Krippe wird aufgebaut sein von Weihnachten bis zum 29. Januar 2023. 

Dazu werden sich interessierte Mitglieder aus der Aktionsgruppe, aus dem Ortsausschuss Bayenthal/Marienburg und aus der Gemeinde treffen und unter dem Arbeitstitel „Krippentage in St. Matthias“ weitere Aktivitäten planen. Dabei soll gemeinsam herausgefunden werden, wie vor dem Hintergrund der Krippe lebendige Impulse für die Gemeinde und den Stadtteil gegeben werden können. Hier geht es zum Fotoprotokoll des Treffens.

Mit der Aktion beim ökumenischen Gemeindefest ist die Gruppe erstmals in die Öffentlichkeit getreten, und dabei sollte natürlich klar werden, dass sie aus Mitgliedern der Gemeinde besteht, die bereit sind, „Kirche wirklich neu zu denken, ohne dabei Rücksicht auf Einschränkungen zu nehmen, die angeblich aus der Tradition und dem Selbstverständnis der Kirche oder gar aus dem Evangelium herrühren“.

Die Aktion „Stimmungsbarometer“ bestand aus einem Stand an dem Wortmeldungen in Form eines Schreibgesprächs abgegeben werden konnten mit der Fragestellung: Glaube - Was ist mir im Leben wichtig? An der Stellwand konnten Karten mit Ideen, Gedanken und Vorschlägen geheftet werden.Mit Klebepunkten konnte Zustimmung zu den einzelnen Gedanken signalisiert werden, um sie dadurch ggfs. zu verstärken. Die Fragestellung hier: Gemeinde - Was sollen wir bei uns im Stadtteil tun?

Beim Treffen im Juli gab es schon eine ganze Reihe von Ideen dazu, mit welchen Fragestellungen die Beiträge initiiert werden sollen. Die Fragen dürfen gerne so formuliert sein, dass gerade auch kritische Stimmen willkommen sind und Gehör finden. Eine Zusammenfassung ist im kurzen Fotoprotokoll vom 05.07. zu finden.

Beim vorherigen Treffen hatte sich die Gruppe auf einige Zielsetzungen verständigt, ausgehend von der Frage, wie die Gemeinde zeigen kann, dass sich unsere Kirche verändert. Auf der Grundlage dieser Diskussion hat die Aktionsgruppe ihr Selbstverständnis formuliert:

  • Wir setzen uns ein für das Evangelium, das angepasst an die jeweilige Lebensrealität verkündet und gelebt wird.
  • Wir setzen uns ein für die Gleichberechtigung aller Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung, Religion, Konfession oder Weihe und lehnen jede Form der Diskriminierung ab.
  • Wir setzen uns ein für die Übernahme von Leitungsverantwortung gleichberechtigt durch Geweihte und Nichtgeweihte auf allen Ebenen der Kirche.
  • Wir verbinden uns aktiv mit Gruppen und Bewegungen innerhalb und außerhalb der Kirche, die unsere Ziele teilen.

An zukünftigen Aktivitäten wird zum Beispiel überlegt, beim Ökumenischen Gemeindefest in Bayenthal und Marienburg am 28. August 2022 eine Art Stimmungsbarometer einzurichten. In welcher Form das geschehen soll, wird bei den nächsten beiden Treffen der Aktionsgruppe konkretisiert: am Dienstag, 05. Juli 2022 und am Mittwoch, 10. August 2022 jeweils um 19:00 Uhr im Pfarrsaal St. Mariä Empfängnis, Raderberger Str. 205. Die Gruppe freut sich auf rege Beteiligung. Das Fotoprotokoll vom 01.06. enthält weitere Informationen.

Die beim Treffen im April besprochenen Punkte stehen im Fotoprotokoll vom 25.04. Die Gruppe will in Zukunft vom Reden ins Handeln kommen und viel klarer herausarbeiten, was in der Gemeinde passieren soll. Gemeinde und die Kirche insgesamt sollen zukunftsfähig werden. Das ist auch der Tenor der Rückmeldungen aus Mails und Telefonaten. Aus diesem Ergebnis resultiert nunmehr das folgende weitere Vorgehen: Ab sofort wird auf den Treffen der Aktionsgruppe direkt darüber entschieden, wie unsere Vorschläge umzusetzen sind. Grundsätzlich soll es dafür drei Möglichkeiten geben: Entweder an die Gemeindegremien weiterleiten, oder initiieren, oder weiter besprechen und dann selber machen.

Grundsatzfragen werden weiterhin in der Aktionsgruppe besprochen. Ziel ist es auch hier, konkrete Vorschläge zu erarbeiten, die sich in der Gemeinde umsetzen lassen. Dies sind dann Themen mit Flughöhe wie z. B. der Aufbau wirklich demokratischer Entscheidungsstrukturen in der Gemeinde, der Umgang mit Entwicklungen in der Gesellschaft oder die Zukunft der Gemeinde ohne Priester. Solche Themen dürfen naturgemäß über längere Zeiträume bearbeitet werden, der Fokus richtet sich jedoch immer auf die Realisierbarkeit von Ideen für unsere Gemeinde oder zumindest für Teile der Gemeinde.

Zu den Vorschlägen aus bisherigen Treffen gehörten z. B. die folgenden Punkte:

  • In der Gemeinde soll ein Ort gefunden werden, an dem neue Formen des Gottesdienstes ausprobiert werden. Dies wurde an den Liturgieausschuss weitergegeben.
  • Auf der Homepage der Gemeinde soll ein Meinungs- oder Stimmungsbarometer installiert werden, mit dem die Besucherinnen und Besucher der Homepage in einfacher Form in einen Austausch mit der Gemeinde kommen können. Das lässt sich technisch nicht umsetzen. Überlegt werden andere interaktive Beteiligungsmöglichkeiten.

Dies kann auch im Fotoprotokoll vom 14.03. nachgelesen werden. Die beiden Vorschläge vom ersten Treffen wurden bereits umgesetzt: Der PGR-Vorstand hat einen Brief an Kardinal Woelki geschickt und der Pfarrgemeinderat hat Voten bei der Weltsynode abgegeben. Zum ersten Treffen finden Sie im Fotoprotokoll vom 10.02. weitere Informationen. Für Ihre Fragen steht Alfred Gehrmann gern zur Verfügung.

Zum Hintergrund der Gründung der Aktionsgruppe: Die Entwicklungen der vergangenen Zeit verdeutlichen, dass die Leitung der katholischen Kirche in Rom, in Deutschland und in Köln moralisch versagt. Kirchenmitglieder, die weiterhin an die Botschaft Jesu Christi glauben, müssen feststellen, dass ihre Appelle an die Kirchenleitung nicht gehört werden. Jetzt ist die Zeit, dass wir unseren Worten des Protests auch Taten folgen lassen. Wir ergreifen in unseren Gemeinden Am Südkreuz sichtbare und wirkungsvolle Maßnahmen, die dazu beitragen, die Leitung unserer Kirche selbst in die Hand zu nehmen.