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Kirche:Treffen der Aktionsgruppe „Zukunft der Kirche“

Das nächste Treffen der Aktionsgruppe findet am 05.07.2022 um 19 Uhr im Pfarrsaal St. Mariä Empfängnis, Raderberger Str. 205 statt. Beim letzten Treffen hat sich die Gruppe auf einige Zielsetzungen verständigt:
Raus aus der Einbahnstraße
Datum:
3. Juli 2022
Von:
E. Kalb / A. Gehrmann

Von der Bestandsaufnahme zu konkrekten Aktionen

Plan

Die Gruppe beschäftigte sich mit der Frage, wie die Gemeinde zeigen kann, dass sich unsere Kirche verändert. Auf der Grundlage dieser Diskussion wurde jetzt das Selbstverständnis der Aktionsgruppe formuliert:

  • Wir setzen uns ein für ein Evangelium, das angepasst an die jeweilige Lebensrealität verkündet und gelebt wird.
  • Wir setzen uns ein für die Gleichberechtigung aller Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung, Religion, Konfession oder Weihe und lehnen jede Form der Diskriminierung ab.
  • Wir setzen uns ein für die Übernahme von Leitungsverantwortung gleichberechtigt durch Geweihte und Nichtgeweihte auf allen Ebenen der Kirche.
  • Wir verbinden uns aktiv mit Gruppen und Bewegungen innerhalb und außerhalb der Kirche, die unsere Ziele teilen.

An zukünftigen Aktivitäten wird zum Beispiel überlegt, beim Ökumenischen Gemeindefest in Bayenthal und Marienburg am 28. August 2022 eine Art Stimmungsbarometer einzurichten. In welcher Form das geschehen soll, wird bei den nächsten beiden Treffen der Aktionsgruppe konkretisiert: am Dienstag, 05. Juli 2022 und am Mittwoch, 10. August 2022 jeweils um 19:00 Uhr im Pfarrsaal St. Mariä Empfängnis, Raderberger Str. 205. Die Gruppe freut sich auf rege Beteiligung. Das Fotoprotokoll vom 01.06. enthält weitere Informationen.

Die beim Treffen im April besprochenen Punkte stehen im Fotoprotokoll vom 25.04. Die Gruppe will in Zukunft vom Reden ins Handeln kommen und viel klarer herausarbeiten, was in der Gemeinde passieren soll. Gemeinde und die Kirche insgesamt sollen zukunftsfähig werden. Das ist auch der Tenor der Rückmeldungen aus Mails und Telefonaten. Aus diesem Ergebnis resultiert nunmehr das folgende weitere Vorgehen: Ab sofort wird auf den Treffen der Aktionsgruppe direkt darüber entschieden, wie unsere Vorschläge umzusetzen sind. Grundsätzlich soll es dafür drei Möglichkeiten geben: Entweder an die Gemeindegremien weiterleiten, oder initiieren, oder weiter besprechen und dann selber machen.

Grundsatzfragen werden weiterhin in der Aktionsgruppe besprochen. Ziel ist es auch hier, konkrete Vorschläge zu erarbeiten, die sich in der Gemeinde umsetzen lassen. Dies sind dann Themen mit Flughöhe wie z. B. der Aufbau wirklich demokratischer Entscheidungsstrukturen in der Gemeinde, der Umgang mit Entwicklungen in der Gesellschaft oder die Zukunft der Gemeinde ohne Priester. Solche Themen dürfen naturgemäß über längere Zeiträume bearbeitet werden, der Fokus richtet sich jedoch immer auf die Realisierbarkeit von Ideen für unsere Gemeinde oder zumindest für Teile der Gemeinde.

Zu den Vorschlägen aus bisherigen Treffen gehörten z. B. die folgenden Punkte:

  • In der Gemeinde soll ein Ort gefunden werden, an dem neue Formen des Gottesdienstes ausprobiert werden. Dies wurde an den Liturgieausschuss weitergegeben.
  • Auf der Homepage der Gemeinde soll ein Meinungs- oder Stimmungsbarometer installiert werden, mit dem die Besucherinnen und Besucher der Homepage in einfacher Form in einen Austausch mit der Gemeinde kommen können. Das lässt sich technisch nicht umsetzen. Überlegt werden andere interaktive Beteiligungsmöglichkeiten.

Dies kann auch im Fotoprotokoll vom 14.03. nachgelesen werden. Die beiden Vorschläge vom ersten Treffen wurden bereits umgesetzt: Der PGR-Vorstand hat einen Brief an Kardinal Woelki geschickt und der Pfarrgemeinderat hat Voten bei der Weltsynode abgegeben. Zum ersten Treffen finden Sie im Fotoprotokoll vom 10.02. weitere Informationen. Für Ihre Fragen steht Alfred Gehrmann gern zur Verfügung.

Zum Hintergrund der Gründung der Aktionsgruppe: Die Entwicklungen der vergangenen Zeit verdeutlichen, dass die Leitung der katholischen Kirche in Rom, in Deutschland und in Köln moralisch versagt. Kirchenmitglieder, die weiterhin an die Botschaft Jesu Christi glauben, müssen feststellen, dass ihre Appelle an die Kirchenleitung nicht gehört werden. Jetzt ist die Zeit, dass wir unseren Worten des Protests auch Taten folgen lassen. Wir ergreifen in unseren Gemeinden Am Südkreuz sichtbare und wirkungsvolle Maßnahmen, die dazu beitragen, die Leitung unserer Kirche selbst in die Hand zu nehmen.